Qual oder Wahl? Portale, Magazine, Social Media

Über 50 Azubi-Stellenportale bieten eine nahezu unüberschaubare Auswahl im Netz. Wo also finden Bewerber*innen und Unternehmen zusammen?

Von Thomas Bollwerk

Lehrstellenradar.de, aubi-plus.de oder die Stellenbörse yourstart.de aus dem Medienhaus Dumont Rheinland sind nur einige der zahlreichen Möglichkeiten, digitale Stelleninserate im Netz aufzugeben. Dabei ist den werbenden Firmen offensichtlich in einigen Fällen nicht bewusst, wie stark bzw. schwach die medialen Reichweiten der Portale sind. Angaben zu IVW-geprüften Page Impressions und Unique Usern sucht man in den meisten Preislisten vergeblich.

Nicht selten werden die Online-Anzeigen auch als „Verlängerung“ von Inseraten in gedruckten Magazinen angeboten. Denn auch hier ist die Auswahl und damit der Aufwand der Bewertung insbesondere in Ballungsräumen groß. Unabhängig von der Frage, wie maßgeblich Print-Anzeigen für die junge Zielgruppe heute noch sind, sollten Marketing- und Personalverantwortliche zwingend neben der Reichweite auch die Form der Distribution hinterfragen. Die ausschließliche Auslage in Jugendcafés oder Partnerbetrieben scheint wenig erfolgversprechend. Einigen Verlagen gelingt es jedoch, die Hefte inhaltlich so relevant zu gestalten, dass sie im Schulunterricht verwendet werden. Was die Chance der Beachtung deutlich erhöht.

Das Beispiel der Glaserei Sterz, die im vergangenen Jahr mit ihrem eigenwilligen YouTube-Spot einen viralen Hit landeten zeigt jedoch, dass sich Ausbildungsstellen auch gänzlich ohne Mediabudget besetzen lassen. Neben YouTube ist Instagram derzeit das Medium mit den besten Rückmeldungen. Während aus Personalabteilungen gleichzeitig zu hören ist, dass mit Facebook nur noch und allenfalls die Eltern der Schülerinnen und Schüler erreicht werden können.